gesündere kommunikation

Warum Worte krankmachen können – Tipps für eine gesündere Kommunikation

WORTLAND Kommunikationstraining

Eine Diskussion, die in Streit umschlägt oder ein Missverständnis, das andere verletzt. Beispiele für ungesunde Kommunikation finden sich überall, wo Menschen miteinander sprechen. Doch dieses Fehlverhalten kann auf Dauer krank machen und die Freude am Umgang mit Freunden und Kollegen verderben. So finden Sie zurück in eine gesündere Kommunikation.

Gesündere Kommunikation lernen: Wie Worte krank machen können

Nicht jeder Tag ist sonnig. Manchmal stehen Sie bereits schlecht gelaunt auf und tragen diese Laune in jede Situation hinein, in die Sie an diesem Tag kommen. Ein Anrempeln im vollen Bus zur Arbeit, eine nervig lange Schlange beim Bäcker und dann auf der Arbeit eine unangenehme Frage. Schon ist es passiert, ein Streit über eine Nebensächlichkeit beginnt. Diese Art von unangenehmer Fehlsteuerung des Gesprächs bezeichnet man als ungesunde Kommunikation. Ihr gegenüber steht der Versuch, gesündere Kommunikation bewusst zu nutzen.

Grundhaltung: Krisensituationen vermeiden

Zu Gesprächen und auch nonverbaler Kommunikation durch Blicke und Gesten gehören immer zwei Menschen. Wenn Sie etwas tun oder sagen, wird die Nachricht von einem Gegenüber empfangen. Beide Seiten haben Einfluss darauf, wie sie die Nachricht selbst übermitteln möchten. Ein Beispiel: Im Supermarkt schauen Sie sich frisches Obst und Gemüse an. Eine Frau fährt Ihnen mit dem Einkaufswagen aus Versehen gegen das Bein, weil es eng ist und Sie ungünstig stehen.

Nun können..

  • Sie einen Schritt zurücktreten und sich entschuldigen.
    Die Frau entschuldigt sich ebenso.
  • Sie wütend reagieren und beiseite treten.
    Die Frau entschuldigt sich.
  • Sie wütend reagieren und stehen bleiben.
    Die Frau wird ebenfalls wütend. Beleidigungen fallen, beide Menschen bekommen schlechte Laune.

Die gesündere Kommunikation wäre die Entschuldigung, auch wenn die Frau Sie hätte sehen müssen. Wirken Sie dabei freundlich, bleibt der andere meist auch freundlich. Das funktioniert auch bei Missverständnissen hervorragend. Bemerken Sie eine Irritation bei Ihrem Gesprächspartner, dann erlauben Sie sich nachzufragen, ob dies mit Ihrem Verhalten oder Ihrer Wortwahl zusammenhängt.

Mediation: Verfahrene Situationen moderiert besprechen

Die positive Auflösung einer Situation ist nicht selbstverständlich. Wenn es zu einem Streit kommt, ist jedoch noch immer die Möglichkeit der Deeskalation gegeben. Wird ein Gesprächspartner aufbrausend und beleidigend, kann der andere dennoch besonnen bleiben, sich entschuldigen, oder das Gesprächbeenden. Geschieht das nicht, baut sich gerade im Beruf eine Grundaggression auf. Der Kollege, mit dem Sie vor einigen Wochen einen Streit hatten, geht Ihnen seither aus dem Weg. Sie können nicht mehr gut zusammenarbeiten. Die Situation wird immer unangenehmer für beide Seiten. Am Ende sprechen Sie gar nicht mehr miteinander. Vielleicht leidet sogar Ihre Arbeit darunter.

Eine gesündere Kommunikation ist dennoch möglich, wenn Sie einen Dritten hinzuziehen. In Unternehmen stehen Ihnen dafür direkte Vorgesetzte zur Verfügung, die einen Mediator bestimmen. Dieser moderiert die Aussprache zwischen den verstrittenen Parteien. Auch Sie werden sich besser fühlen, wenn sich das Verhältnis durch ein Mediationsgespräch wieder bereinigt hat.

Hier müssen Sie nicht vermitteln: Rassismus und Diskriminierung

Bei manchen Problemen ist eine Aussprache nicht möglich. Schlagen Ihnen in Studium oder Arbeit offener Rassismus oder Diskriminierung entgegen, suchen Sie nicht mit dem Täter, sondern mit dem Vorgesetzten o. Ä. das Gespräch. Hört man Ihnen dort nicht zu, wenden Sie sich an eine Antidiskriminierungsstelle. Gleiches gilt für Diskriminierung aufgrund sexueller Ausrichtung, Behinderung oder Geschlecht. Hier sind Sie nicht in der Pflicht, einen Schritt auf den anderen zu zuzumachen, sondern gesetzlich vor den Übergriffen geschützt.

Ungesundes Klima: Nicht reden macht krank

Gesündere Kommunikation kann Ihre Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden verbessern. In der Sozialpsychologie ist es ein altbekannter Fakt, dass falsche Kommunikation sich direkt auf den Körper auswirkt. Wer im Job Streit hat, geht ungern zur Arbeit. Wer daheim gestresst ist, zeigt auch physische Symptome wie Kopf- oder Gliederschmerzen. Sie sollten daher Kommunikationsprobleme schnell und zielstrebig bereinigen.

Welche weiteren Tipps für eine gesunde Kommunikation haben Sie? Lassen Sie es uns in den Kommentaren wissen.